Schlaganfall Symptome – So erkennst du einen Schlaganfall + erste Hilfe

Ein Schlaganfall ist die zweithäufigste Todesursache weltweit und in Deutschland auf Platz 3. Laut Studien erleiden alleine in Deutschland jährlich 280.000 Menschen einen Schlaganfall. Rund 63.000 Betroffene sterben an den Folgen, wobei auch einige mit bleibenden Behinderungen im Erwachsenalter überleben. Forscher und Ärzte vermuten, dass diese Zahl jährlich ansteigen wird, weshalb das richtige Verhalten im Ernstfall Leben retten kann.

Ein Schlaganfall ist dabei auf einen plötzlichen Ausfall bzw. einer plötzlichen Störung einer Gehirnfunktion zurückzuführen, die aufgrund von einer Minderversorgung mit Blut stattfindet. Als Folge erhält der betroffene Gehirnbereich nicht mehr genügend Sauerstoff und Nährstoffe, wodurch einzelne Zellen absterben können. Die verschiedene Symptome treten dabei wie ein Schlag, also plötzlich und unvorhergesehen, ein.

Damit du Betroffenen helfen kannst und du für den Ernstfall genau weißt, was zu tun ist, werden wir dir hier Symptome auflisten, wie du einen Schlaganfall erkennen kannst und dir die erste Hilfe Maßnahmen vorstellen.

 

Schlaganfall Symptome

Zu den wichtigsten Schlaganfall-Symptomen zählen:

1. Lähmung/ Taubheit

Ein häufiges Symptom von Schlaganfall ist ein plötzlich auftretendes Taubheits-, Schwäche– oder auch Lähmungsgefühl auf der einen Seite deines Körpers. Achte hierbei auf:

  • Einen plötzlich gelähmten Arm
  • Ein herabhängender Mundwinkel
  • Schlaffes Augenlid (auf der einen Seite)
  • Tauber/ eingeschlafener Fuß

Wenn diese Anzeichen bei deiner rechten Körperhälfte auftreten, deutet es auf einen Schlaganfall deiner linken Hirnhälfte. Im Umkehrschluss bedeutet das, wenn dein Körper solche Symptome auf der linken Körperseite zeigt, ist die rechte Gehirnhälfte betroffen.

 

2. Sprachstörung

Die Sprachstörung hängt von dem Grad des Schlaganfalls ab. Abgehackte Sätze können auf einen leichten Schlaganfall hindeuten, hingegen bei einigen Menschen auch Buchstaben vertauscht oder Silben verdreht werden. Lallende Sprache oder ziehen der Wörter ist ebenfalls ein Schlaganfall-Symptom.

 

3. Verständnisstörungen

Betroffene können im Gespräch nicht verstehen, was du fragst oder meinst. Anweisungen wie „Setzt dich erst einmal hin“ können ggf. nicht verstanden und umgesetzt werden.

 

4. Starke Kopfschmerzen mit ggf. Übelkeit

Plötzlich auftretende und vom Gefühl her unbekannte Kopfschmerzen können ebenfalls ein Schlaganfall-Symptom sein. Diese treten öfter mit Übelkeit oder auch Erbrechen auf.

5. Sehstörungen

Eine Sehstörung deutet ebenfalls auf einen Schlaganfall hin. Eine Einschränkung des Blickfelds, genauso wie Doppelbilder, aber auch verschwommenes Sehen und ein vorübergehender Sehverlust auf nur einem Auge können bei einem Schlaganfall auftreten. Dies ist besonders gefährlich, da es zu einem Sturz oder Unfall auf der Straße führen kann.

 

6. Gleichgewichtsstörung, Taumel, Schwindelgefühl

Gleichgewichtsstörungen sind ein weiteres Anzeichen für einen Schlaganfall. Diese können in Form eines Drehschwindels oder Schwankschwindels auftreten. Der Betroffene fühlt sich damit also entweder als ob er Karussell fährt oder als ob er in einem Schiff auf hoher See sitzt. Koordinationsprobleme sind hier ebenfalls wahrscheinlich.

 

Was tun bei den ersten Anzeichen?

Schlaganfall erste HilfeIm Ernstfall solltest du sofort einen Notarzt alarmieren und erste Hilfe leisten! Die Leitstelle kann dir bei der Betreeung des Betroffenen helfen und über Fragen bereits die Lage einschätzen.

Nachdem du den Notruf gewählt hast, solltest du folgende Anweisungen befolgen:

  • Der Betroffene darf niemals alleine gelassen werden. Du solltest mit ihm sprechen und ihn beruhigen. Die Beobachtungen über sein Verhalten kann später für den Notruf von Bedeutung sein.
  • Enge Kleidung wie eine zu enge Hose einfach lockern. Zahnprothesen müssen ebenfalls entfernt werden.
  • Der Betroffene darf nichts essen oder trinken, da eine verbreitete Schlaganfall-Folge Schluckstörungen und damit ein gestörter Schluckreflex ist. Wenn der Patient doch etwas isst oder trinkt, können Nahrungsmittel und Flüssigkeiten in die Lunge gelangen.

Je nach Zustand solltest du den Betroffenen in die richtige Position bringen:

  • Bei Bewusstsein: den Betroffenen mit der Hilfe eines Kissens ruhig hinlegen. Der Oberkörper sollte ungefähr 30 Grad erhöht liegen.
  • Bei Bewusstlosigkeit oder Erbrechen: Lege den Betroffenen sofort in die stabile Seitenlage und achte auf seine Atmung.
  • Bei keiner Atmung oder Puls: Lege den Betroffenen mit seinem Rücken auf einen harten Untergrund und starte mit der Wiederbelebung, wie zum Beispiel einer Herzdruckmassage oder einer Mund-zu-Mund-Beatmung.

Es empfiehlt sich immer einen Erste-Hilfe-Kurs zu machen, wenn du dich bei der stabilen Seitenlage oder den Beatmungsmaßnahmen nicht sicher fühlst. Im Ernstfall kann das Leben retten!

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