Nagelpilz behandeln – So klappt es

Nagelpilz tritt häufig auf – 10-30% der Weltbevölkerung sind davon betroffen. Ab 65 Jahren sogar fast jeder Zweite. Dabei tritt der Fußnagelpilz um ein vielfaches häufiger auf, als der Fingernagelpilz. Fuß- und Fingernagelpilz haben die gleichen Erreger, deshalb kann Fußnagelpilz auf Fingernagelpilz übergreifen, genauso kann Fingernagelpilz Fußnagelpilz beeinflussen.

Unbehandelte Nagelpilzinfektionen können den Alltag deutlich einschränken. Die Nägel können so dick werden, dass sie sich kaum noch schneiden lassen. Auch Verformungen sind möglich, sodass das Schuhe tragen zum Hindernis werden kann. Je früher der Nagelpilz erkannt und behandelt wird, desto höher sind die Erfolgschancen der Heilung.

Erst wenn der Nagel komplett über den erkrankten Nagel gewachsen ist, gilt der Nagelpilz als geheilt. Wer von Nagelpilz betroffen ist, sollte viel Geduld für die Behandlung mitbringen. Bei Fingernagelpilz kann die Heilung bis zu 6 Monate, bei Fußnagelpilz 9-12 Monate andauern.

Die Ursache von Nagelpilz kann eine Infektion von gemeinsam genutzten Handtüchern, sowie Betten, Teppiche, Schweißfüße oder Gemeinschaftsduschen sein.

 

Welche Symptome bringt Nagelpilz mit sich? Und wie erkenne ich Nagelpilz?

Je nach Nagelpilz sind optische Veränderungen zu erkennen. Im Anfangsstadium verlieren die Nägel ihren Glanz und werden trüb. Tritt da nicht rasch eine Behandlung ein, verfärben sich die Nägel gelb, grau und blau. Es können sich sowohl Flecken als auch Streifen auf dem Nagel bilden. Die oberste Struktur der Nagelschicht verdickt und löst sich nach und nach auf. Nicht selten ist die darauffolgende Rötung und Entzündung des Nagelbetts sehr schmerzhaft. Nägel haben eine Schutzfunktion, da das Nagelbett sehr empfindlich ist. Deshalb sollte nach Erkennung der Krankheit sofort mit der Behandlung begonnen werden.

Je nach Stärke des Befalls, kann eine äußerliche Anwendung schon genügen. Sind die Nagelwachstumszonen bzw. nur ein kleiner Teil des Nagels oberflächlich betroffen, reicht meist ein spezieller Lack zur äußerlichen Behandlung. Dieser Antipilzlack ist unkompliziert aufzutragen. Eine dünne Schicht reicht dabei aus.

Der Lack sollte so lange verwendet werden, bis der Pilzbefall komplett abgeheilt ist. Im weiteren Behandlungsverlauf soll der Nagel regelmäßig gefeilt werden. Hierdurch wird nicht nur der Pilz abgerieben, sondern der Antipilzlack kann dann besser eindringen. Achtung – es sollten ausschließlich nur Einwegfeilen verwendet werden, um nicht auf gesunde Nägel den Pilz zu übertragen.

Trägt die eigenständige Behandlung nicht zum Erfolg, sind mehrere Nägel befallen oder haben sich die Erreger auf über die Hälfte des Nagelbetts ausgebreitet, dann hilft nur noch den Gang zum Arzt.

Neben der äußerlichen Anwendung kann auch auf Tabletten zurück gegriffen werden. Diese Medikamente sind verschreibungspflichtig. Unbedingt vorher den Arzt über Vorerkrankungen informieren. Besonders bei Leberfunktionsstörungen können sich die Tabletten negativ auswirken. Bei der Behandlung durch Tabletten wird der Wirkstoff über die Blutbahnen bis hin zum Nagelbett transportiert. Die Einnahme der Medikamente sollte so lange erfolgen, bis der Nagelpilz komplett abgeheilt ist. Nicht selten kommt es vor, dass die Therapie zu früh abgebrochen wird, der Erreger noch nicht ganz besiegt ist und sich dadurch erneut Nagelpilz bildet.

Nagelpilz kann vorgebeugt werden. Folgende Maßnahmen sollten beachtet werden:

Keine nassen oder feuchten Schuhe, sowie geschlossene Schuhe in denen man an den Füßen sehr schwitzt tragen. Möglichst auf luftdurchlässige Schuhe ausweichen.


Auch die Schuhe regelmäßig zu desinfizieren wird empfohlen. In Schwimmbädern, Thermen oder Saunen unbedingt barfuß laufen vermeiden.

Socken sollten auf synthetische Materialien verzichten und lieber Wolle, oder Baumwollmischungen bevorzugt werden. Socken und Schuhe sollten nicht mit anderen geteilt werden. Socken oder Strümpfe täglich, bei erhöhten Schwitzen am Fuß gern sogar mehrmals täglich wechseln.
Vor allem Menschen die zu Nagelpilz neigen oder schon gar betroffen waren, ist eine regelmäßige professionelle Fußpflegepflicht. Auch sonst soll auf eine Fußpflege nicht verzichtet werden und zum Beispiel nach dem Duschen die Füße richtig abgetrocknet werden bevor Socken oder Schuhe angezogen werden.

Handtücher, Bettbezug, Bettlaken, Socken, Strümpfe regelmäßig bei 60 Grad waschen, um den Erregern keinen Platz zu bieten, sich auszubreiten. Ein Vollwaschmittel genügt. Es kann jedoch auf spezielle Waschmittel ausgewichen werden. Beispielsweise kann man auch auf Hygienespüler umsteigen. Diese werden meist bei bis zu 60°C verwendet.

So solltest du deinen Nagelpilz schnell in den Griff bekommen können!

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