Hausmittel Erkältung

Unter einer Erkältung leiden Erwachsene rund zwei bis vier Mal pro Jahr, während Kinder bis zu 10 Mal im Jahr von einem Infekt geplagt werden. Halsschmerzen, Schnupfen, Heiserkeit und Husten sind Symptome einer Erkältung, die auf eine Infektion der oberen Atemwege zurückzuführen sind.

Besonders im Herbst oder Winter kommt es zu einer Erkrankung. Verantwortlich dafür sind diverse Erreger, die wir zum Beispiel über Türgriffe, Wasserhähne, durch die Armlehne im Zug oder auch die Fernbedienung im Hotel aufnehmen. Diese bleiben an den Fingern haften, bis du dir an den Augen oder der Nase reibst und sie damit deine Schleimhäute befallen können.

Zwar sitzen auf deinen Schleimhäuten Antikörper, die jedoch nur gegen bekannte Viren ankämpfen. Und weil die Artenvielfalt so groß ist (es gibt über 200 Spezies), liegt die Ursache nicht immer bei einem geschwächten Immunsystem. Die Infektion zeigt sich nach 12 Stunden, wenn du eine triefende Nase bekommst.

Doch was tun, wenn der Infekt hart­näckig ist? Bei den ver­­schiedenen Erkältungs­­symptomen solltest du nicht gleich zu chemischen Mitteln greifen, denn es gibt auch sehr wirksame Hausmittel, die gegen deinen Fieber, Schnu­pfen und Husten helfen!

 

Folgende Hausmittel helfen gegen Erkältung:

1. Trinken, trinken, trinken!

Bei einer Erkältung ist es besonders wichtig, dass du deine gereizten Schleimheute beruhigst und sie in den Atemwegen befeuchtest. Daher solltest du mindestens 2 Liter pro Tag trinken, da das festsitzende Sektret so verflüssigt und der Flüssigkeitsverlust durch Schwitzen ausgeglichen werden kann.  Am besten trinkst du heißen Tee oder genügend Wasser. Kräutertee wie Salbei hilft bei Halsschmerzen und Heiserkeit, hingegen Thymian das Abhusten unterstützt. Ein Alleskönner ist aber auch Kamillentee, welcher entzündungshemmend und antibakteriell wirkt.

 

Besonders gut: Ingwertee

Ingwer ist bereits in der chinesischen Medizin für seine Heilkunst bekannt. Denn die Knolle enthält ätherische Öl und Scharfstoffe, die dein Immunsystem stärken, schmerzlindernd, entzündungshemmend und schleimlösend wirken. Einen Ingwertee kannst du einfach herstellen, indem du ein Stück der Knolle in eine Tasse legst und mit heißem Wasser aufgießt.

 

2. Salzwasser zum Inhalieren oder als Nasenspray

Salz wirkt antibakteriell und entzündungshemmend. Als Nasenspray befeuchtet es die Nasenschleimhaut und sorgt damit dafür, dass deine Nase schnell frei wird. Zum Inhalieren kannst du ein Gramm Kochsalz auf 100 ml kochendem Wasser auflösen. Als nächstes schnappst du dir ein Handtuch, legst es über deinen Kopf und der Schüssel, während du die heißen Dämpfe inhalierst. In gleicher Konzentration kannst du dir auch deine eigenen Nasentropfen herstellen, indem du die selbstgemachte Salzlösung in eine Sprühflasche gibst.

 

3. Knoblauch

Knoblauch gilt als natürliches Antibiotikum, denn es hat eine starke gesundheitsfördernde Wirkung, indem es dein Immunsystem stärkt, antimikrobiell wirkt und viele Vitamine und zahlreiche Mineralstoffe beinhaltet. Drei frische Knoblauchzehen wirken bereits schon wahre Wunder! Oder du bereitest dir einen Knoblauchsirup zu, indem du fünf frische Knoblauchzehen zerkleinerst und sie in ein Glas mit flüssigen Honig gibst. Als nächstes musst du das Gemisch erwärmen und 6 Stunden ziehen lassen. Mit einem Teelöffel pro Stunde kannst du die Symptome deiner Erkältung um die Hälfte reduzieren!

 

4. Holunder mit Honig

Genau wie Ingwer enthalten Holunderblüten ätherische Öl und Gerbstoffe. Da es schweißtreibend und schleimlösend wirkt, ist es besonders bei einer Erkältung mit Fieber empfehlenswert. Für einen Holunderblütentee gibst du einfach zwei Teelöffel der Blüte in 250 ml kochendes Wasser und lässt ihn 10 Minuten ziehen. Nach Bedarf kannst du den Tee mit etwas Honig süßen, der entzündungshemmend und schleimlösend wirkt.

 

5. Kartoffelwickel

Warme Wickel zählen zu den altbewährten Hausmitteln gegen Erkältung. Denn die feuchte Wärme, die nach und nach abgegeben wird, fördert die Durchblutung, sodass Krankheitserreger einfacher abtransportiert werden können. Besonders bei Halsschmerzen solltest du zu einem warmen Kartoffelwickel greifen, indem du zuerst mehrere ungeschälte Kartoffeln kochst und sie danach direkt in einem Baumwolltuch legst und zerstampfst. Zum Schutz solltest du das Tuch noch mit einem Handtuch umschlingen und für 30 Minuten um deinen Hals legen.

 

6. Brustwickel

Um deine Bronchitis zu beruhigen, kannst du einen kühlfeuchten Brustwickel machen. Dies ist besonders ratsam, wenn du festsitzenden Husten mit wenig Auswurf und Fieber hast. Dafür wickelst du deinen gesamten Oberkörper in ein kaltes, nasses Leinentuch, welches du vorher gut ausgewrungen hast. Es muss dabei doppelt gelegt werden, anderthalb mal um deine Brust und Rücken passen und von der Achselhöhle bis zu deinen Rippenenden reichen. Darauf kommt noch ein Frotteetuch und anschließend eine warme Wolldecke. Dies darf nur bei Patienten mit erhöter Körpertemparatur vorgenommen werden. Nach 45 – 90 Minuten solltest du den Wickel entfernen, wenn er erwärmt ist.

 

7. Zwiebel als Allrounder

Zwiebel gilt ebenfalls als wahres Wundermittel gegen eine Erkältung, denn Zwiebeln enthalten viele entzündungshemmende Stoffe und können deine Schmerzen auf vielseitige Weise lindern:
  • Bei Schnupfen und damit für einen freien Atem sorgt ein Zwiebelsackerl, welches du am besten in der Nähe deines Bettes legst. Dazu eine Zwiebel würfeln und in einen Waschlappen oder Sackerl füllen. Diesen nun leicht durchkneten, sodass sich die ätherischen Öle entfalten und anschließend in Kopfnähe legen.
  • Bei Halsschmerzen kannst du einen warmen Zwiebelwickel um den Hals legen. Dafür  Zwiebel in Scheiben schneiden. Anschließend musst du sie erwärmen (z.B. über ein Dampfbad oder in Wasser) und legst sie mit einem dünnen Baumwolltuch um deinen Hals. Bestenfalls für 1-2 Stunden wirken lassen.
  • Gegen Husten hilft besonders ein Zwiebel-Hustensaft. Dafür würfelst du eine mittelgroße Zwiebel, bestreust sie mit Zucker (alternativ: einen Esslöffel Honig) und gibst sie in ein leeres Marmeladenglas. Nun einmal gut schütteln und eine Stunde warten. Währenddessen bildet sich der Zwiebelsaft, den du über den Tag verteilt in Teelöffeln einnehmen sollst.

 

8. Erkältungsbad

Ein heißes Erkältungsbad ist besonders bei einer Erkältung hilfreich, da die Wärme des Wassers die Durchblutung deiner Schleimhäute unterstützt und damit eine Vermehrung der Viren unterbunden wird. In Kombination mit Badezusätzen wie Eukalyptus kannst du danach besonders gut atmen. Aber Achtung: Bei Fieber eignet sich ein Erkältungsbad nicht.

 

Mit diesen Hausmitteln wirst du schnell deine Erkältung los sein. Wenn du aber nach Tagen keine Besserung spürst oder du (immer noch) Fieber über 39 Grad hast, dann solltest du zum Arzt gehen!

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