Fettleber – Ursachen, Symptome und Behandlung

Eine Fettleber bereitet keine Schmerzen und bleibt deswegen oft über lange Zeit unentdeckt. Die Folgen sind allerdings gravierend. Wir verraten dir in diesem Video alles Wichtige, was du über eine Fettleber wissen musst.

 

Dass Übergewicht, Bewegungsmangel und ungesunde Ernährung zu vielen Krankheiten führen kann, ist dir vermutlich klar. Ein Organ, das erheblich davon betroffen ist, bringen viele Menschen allerdings immer noch vor allem mit übermäßigem Alkoholkonsum in Verbindung: die Leber. Aber sie kann genauso gut verfetten.

 

Was genau ist eine Fettleber?

Wie du bereits am Namen erkennen kannst, ist damit eine übermäßige Ansammlung von Fett in der Leber gemeint. Es wird zwischen der nicht-alkoholischen Fettleber und der alkoholischen Fettleber unterschieden.

 

Was sind die Ursachen und Risikofaktoren für eine Fettleber?

Bei der alkoholischen Fettleber ist das schnell gesagt: übermäßiger Alkoholkonsum. Bei etwa drei Viertel der Menschen mit einer nicht-alkoholischen Fettleber ist stattdessen ein metabolisches Syndrom die Ursache, also eine Kombination aus Bluthochdruck, Übergewicht und erhöhten Fett- und Blutzuckerwerten. Bei dem anderen Viertel sind es andere Gründe, wie genetische Faktoren oder bestimmte Erkrankungen – aber vor allem Bewegungsmangel. Eine sitzende Tätigkeit und eine inaktive Lebensweise erhöhen das Risiko, eine Fettleber zu bekommen. Forscher sehen auch einen Zusammenhang zwischen einer Kombination von kalorienreicher und kohlenhydratbetonter Ernährung und einem chronischen Bewegungsmangel. Der Körper bekommt durch diese Ernährung viel energiereichen Treibstoff, den er mangels Bewegung aber gar nicht braucht und deshalb wandelt er ihn in Fett um. Wenn das Fettgewebe aber nicht ordentlich mit Blut versorgt wird und zwar wieder durch einen Mangel an Bewegung, dann verliert es seine Speicherfähigkeit. Der Körper sucht dann einen anderen Platz, um das überschüssige Fett zu lagern – und findet ihn in der Bauchhöhle. Die darin gelagerten Organe fangen an zu verfetten und an erster Stelle steht die Leber.

 

Warum ist eine Fettleber so gefährlich?

Eine einfache Fettleber stellt noch keine Gefahr dar. Allerdings bleibt es in vielen Fällen nicht dabei: Die Fettleber kann sich entzünden. Daraus kann sich eine Leberfibrose entwickeln und dieser folgt oft eine Leberzirrhose – das ist eine großteilige Vernarbung. Die Leber ist dann nicht mehr in der Lage, richtig zu arbeiten. Im weiteren Verlauf kann es zu Leberkrebs kommen. Leberkrebs kann sich allerdings auch schon zu einem früheren Zeitpunkt entwickeln. Bei einer nicht-alkoholischen Fettleber könnte es auch ohne Zirrhose dazu kommen. Neben den Folgen für die Leber steigt auch die Wahrscheinlichkeit für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und das Risiko für Tumore im gesamten Körper. Es kann sogar zu einem medizinischen Notfall kommen, wenn die Leber verhärtet, kann das Blut nicht mehr durchströmen und staut sich davor. Das führt oft zu Krampfadern in der Speiseröhre. Kommt es zu einer Blutung, verliert der Betroffene schnell viel Blut und es besteht die Gefahr innerlich zu verbluten.

 

Gibt es Symptome oder Warnsignale?

Das Problem ist, dass die Leber keinerlei Schmerzen macht. Eine ausgeprägte Müdigkeit kann, aber muss kein Anzeichen sein. Meist ist die Fettleber ein Zufallsbefund, der bei anderen Gesundheitsproblemen mit aufgedeckt wird.

 

Wie wird eine Fettleber behandelt?

Eine Fettleber kann vor allem durch Abnehmen, mehr Bewegung und gesunde, kalorienreduzierte Ernährung behandelt werden. Meistens sieht man nach sechs Monaten bereits Ergebnisse. Medikamente gibt es derzeit keine. Betroffene sollten weniger Zucker, auch Fruchtzucker konsumieren und lange Pausen zwischen den Mahlzeiten einlegen. Vier bis Fünf Stunden sind empfehlenswert, da bei Fettleber-Patienten der Insulinspiegel nach dem Essen viel zu hoch steigt. Die nüchternen Stunden zwischen den Mahlzeiten benötigt der Körper dann, um den Spiegel wieder zu senken.

 

Wenn eine Fettleber rechtzeitig erkannt wird, kommt es nicht zu den gerade beschriebenen Komplikationen. Da sie schwer zu deuten ist und praktisch symptomlos verläuft, solltest du die Vorsorgeuntersuchungen bei deinem Arzt immer wahrnehmen.

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